Teilnahme

Wenn Sie von einer Sozialen Phobie betroffen sind, können Sie bei der Aufklärung der Ursachen dieser Erkrankung mithelfen. Sie können einen Beitrag dazu leisten, das Verständnis und die Akzeptanz dieser Störung zu vertiefen und möglicherweise die Therapie und Diagnostik in der Zukunft zu verbessern (s. Ziele). Der Aufwand, der für Sie durch die Teilnahme an der Studie entsteht, ist begrenzt. Demgegenüber ist der wissenschaftliche Gewinn, den Sie ermöglichen, ausgesprochen groß.

Wie können Sie an der Studie teilnehmen?

Wenn irgendwann in Ihrer Vergangenheit schon einmal die Diagnose einer Sozialen Phobie gestellt worden ist, oder Sie sicher wissen, dass Sie an einer solchen leiden, würden wir uns über Ihre Teilnahme freuen und Sie bitten, über das Kontaktformular mit uns in Verbindung zu treten. Dies ist unverbindlich und stellt noch keine Zusage Ihrer Studienteilnahme dar. Falls Sie unsicher sind, ob bei Ihnen eine Soziale Phobie vorliegt, dann schauen Sie sich die zwei Testfragen an: Wenn Sie beide mit Ja beantworten, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Soziale Phobie vor.

Wichtig: die sozialen Ängste müssen nur irgendwann in Ihrem Leben schwerwiegend und andauernd gewesen sein. Wenn es Ihnen, zum Beispiel durch eine Behandlung oder einfach durch Ihre Entwicklung, jetzt besser geht, ist das kein Hinderungsgrund, an der Studie teilzunehmen! Wenn neben einer Sozialen Phobie noch eine andere Angststörung oder psychische Störungen wie z.B. eine Depression vorliegen, oder Sie zusätzlich an einer körperlichen Krankheit leiden, ist das für die Studienteilnahme ebenfalls kein Problem.

Anstatt des Kontaktformulars können Sie auch über unsere E-Mail-Adresse, über Post oder über Telefon mit uns in Kontakt treten. Falls Sie uns anrufen, werden Sie ggf. zuerst mit einem Anrufbeantworter verbunden, der regelmäßig abgefragt wird. Die Telefonnummer und Postadresse des Netzwerks finden Sie bei Kontakt.

Wir werden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurückmelden, damit Sie detailliert zum Ablauf der Studie informiert werden. Gerne gehen wir auch auf Fragen von Ihnen ein. Für eine Aufnahme in die Studie benötigen wir von Ihnen eine schriftliche Einverständniserklärung, welche wir Ihnen gerne zumailen oder zuschicken. In dieser steht, dass alle Untersuchungen in pseudonymisierter Form vorgenommen werden. Das bedeutet, dass nur der Studienkoordinator eine Verbindung zwischen Ihren persönlichen (Name, Geburtsdatum etc.) und Ihren Studiendaten (Interview/Fragebogen, genetische Daten) herstellen kann, und die persönlichen Daten nicht in der Studiendatei gespeichert werden. Alle weiteren beteiligten Wissenschaftler haben keinen Zugang zu Ihren persönlichen Daten. In den genetischen Untersuchungen können Ergebnisse also keiner Einzelperson namentlich zugeordnet werden; ohnehin werden die Daten nur auf Unterschiede zwischen Gruppen hin ausgewertet. Aus späteren wissenschaftlichen Veröffentlichungen geht nicht hervor, wer an der Studie teilgenommen hat.

Wenn Sie Ihr Einverständnis geben, werden wir ein Telefoninterview mit Ihnen durchführen. Sie bekommen von uns dann eine Rückmeldung, ob mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Soziale Phobie vorliegt. Wenn diese bisher nicht diagnostiziert und behandelt wurde, bekommen Sie von uns auch Hinweise zu möglichen Ansprechpartnern und Behandlungsformen. Als Forschungsnetzwerk können wir Ihnen zwar innerhalb der Studie selbst kein Behandlungsangebot machen, informieren Sie aber gern über wohnortnahe Kontakt- und Behandlungsmöglichkeiten.

Im nächsten Schritt benötigen wir eine Blutprobe von Ihnen (20ml = ein kleines Röhrchen sog. EDTA-Blut). Hierfür erhalten Sie von uns ein kleines Paket per Post, das ein Blutabnahmebesteck, ein Blutröhrchen und ein bereits frankiertes Päckchen für den Rückversand enthält. Die Probe können Sie sich jederzeit durch Ihren Hausarzt oder einen anderen Sie behandelnden Arzt abnehmen lassen, der sie an uns verschicken und dies auch mit uns abrechnen kann. Dieses Vorgehen hat in früheren Studien mit vielen Patienten bereits sehr gut funktioniert. Wenn Sie möchten, können Sie zur Blutentnahme aber auch gerne persönlich in die Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Bonn kommen.

Da wir auch herausfinden möchten, welche persönlichen Entwicklungsbedingungen zu einer Sozialen Phobie beitragen, möchten wir Ihnen gerne im dritten Schritt ein Fragebogenpaket zuschicken, welches Sie in einem bereits frankierten Rückumschlag ausgefüllt zurücksenden können. Es ist möglich, bezüglich einzelner Fragebögen per Post eine persönliche Auswertung zu erhalten. Dieser Teil der Untersuchung ist zwar ebenfalls wichtig, aber nicht verpflichtend.

Damit ist die Datenerhebung bei Ihnen abgeschlossen. Wir gehen davon aus, dass Sie anschließend an Informationen über den Fortgang der Studie und an den wissenschaftlichen Ergebnissen interessiert sind. Hierüber werden wir Sie zu einem späteren Zeitpunkt, wenn Sie dies wünschen, per Post oder per Email informieren.